Katzen und Trinken – Der Katzenbrunnen
 

Immer wieder werde ich gefragt: Wie bekomme ich meine Katze zum Trinken? Meist ist der Hintergrund ein Problem mit Nieren- und Blasensteinen.

Die Trinkfaulheit der Katzen ist zwar meist nicht die Ursache der Steine, verschärft aber das Problem gewaltig. Daher ist es zur Vorsorge immer gut, wenn man sozusagen mehr Wasser in die Katze bekommt.

 

Warum ist es so schwierig Katzen zum Trinken zu bekommen?

Katzen sind ursprünglich Wüstenbewohner und sind körperlich dafür geschaffen mit wenig Wasser auszukommen. Da sie reine Fleischfresser sind, sind sie in der Lage das meiste Wasser, was sie zum Leben brauchen, aus ihrer Nahrung zu ziehen.

Das Fatale ist nun aber, dass es viele Katzen gibt die z.B. auf Trockenfutter total abfahren und dann zu wenig trinken.

 

Wie bekommt man nun jetzt eine Katzen zum Trinken?
 

Die Antwort ist: Man muss das Trinken interessanter machen!

Folgende Punkte sind hierzu beachten.

 

1. Eine Katze wandert / sucht gerne das Wasser. Daher stellen Sie nicht Futter und Wasser nebeneinander auf. Verteilen Sie mehrere Wassernäpfe in der Wohnung.

 

2. Denken Sie dreidimensional. Jeder der einmal Katzen im Haushalt hatte weiß, dass Katzen gerne überall draufspringen. Wenn es geht und sich ein Weg findet bis oben auf die Schränke. Stellen Sie dementsprechend Wassernäpfe auch erhöht auf.

 

3. Manche Katzen trinken lieber abgestandenes Wasser. Stellen Sie ein Litermaß voller Wasser über Nacht an einen katzensicheren Ort und verteilen es erst am nächsten Morgen. Wenn Sie einen Teil der Wassernäpfe mit frischem und einen Teil mit abgestandem Wasser füllen ist für jeden Geschmack was dabei.

 

Aus Punkt 2 ergibt sich allerdings meist ein optisches Problem. Kaum einer will einen Wassernapf auf dem Beistelltisch oder dem Sideboard haben. Aber auch diese Hürde kann man meistern, was uns zu Punkt 4 bringt.

 

4. Katzen spielen gerne mit allem was sich bewegt. Mit bewegt ist hier ist dann eher sprudeln und/oder fließen gemeint. Umgehen Sie das optische Problem mit einem Zimmerbrunnen, den Sie auf das Sideboard stellen.

 

Der Katzenbrunnen
  

Bitte laufen Sie jetzt nicht los und kaufen einen Katzenbrunnen im Tierhandel. Die im Tierhandel erhältlichen Trinkbrunnen sind meist extrem hässlich und alles andere als ein Dekostück auf dem Beistelltisch. Oft liegen gleich passende Ersatzteile neben den Brunnen, was auf ein nicht gerade simples Handling hinweist. Nicht zuletzt ist der Preis im Vergleich zu handelsüblichen Zimmerbrunnen exorbitant hoch.

Wenn Sie sich einen Zimmerbrunnen zulegen wollen, der auch als Trinkbrunnen geeignet sein soll, achten Sie auf folgende Punkte:

 

1. Nehmen Sie keine Metallbrunnen. Geeignet sind Glas, Keramik und Plastik. Bei Metallbrunnen kennt man nicht die Zusammensetzung des Metalls und es kann sein, dass sich giftige Metalle lösen oder Allergien auftreten. Zum Beispiel ist da die Nickel-Allergie beim Menschen sehr bekannt

 

2. Der Trinkbrunnen muss leicht zu reinigen sein, das heißt als erstes wenige Bauteile. Der Motor sollte auseinandernehmbar sein. Alle Bereiche der Bauteile sollten einfach mit einer Spülbürste erreichbar sein.

 

3. Reinigen Sie den Brunnen regelmäßig. Ein Trinkbrunnen mit ca. 2 Litern Wasser würde bestimmt eine Woche durchlaufen ohne ihn auffüllen zu müssen. Dann ist das Wasser aber bestimmt nicht mehr bekömmlich für die Katzen. Bei uns hat sich eine Reinigung 2mal die Woche bewährt. Dann wird der Brunnen komplett mit Spülmittel und sehr warmen Wasser gereinigt. Für die Schläuche haben sich Pfeifenreinger als äußerst nützlich erwiesen.

 

Eine Empfehlung:

Unsere Katzenbrunnen bestehen aus einer Schüssel in der etwas steht oder die durch etwas abgedeckt wird. Das sind zwei Bauteile die den eigentlichen Trinkbrunnen ausmachen. Dazu kommen nur noch die kleine Pumpe und ein Schlauch. Das ganze haben wir online für 4,99 € gekauft. Zugegeben das war schon ein Schnäpchen. Allerdings bekommt man solche Brunnen immer gut unter 20 Euro.