Typische Krankheiten der Britisch Kurzhaar
 

HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie):
 

HCM ist eine Veränderung des Herzmuskels, die dazu führt, dass die Leistung des Herzens herabgesetzt wird. Bei dieser Erkrankung ist die linke Herzkammer betroffen, die durch eine Verdickung des Herzmuskels ein zu geringes Volumen bietet, um das Blut aus dem Körperkreislauf des Tieres zu pumpen. Unbehandelt führt diese Erkrankung zum sicheren Tod des Tieres durch Herzversagen.

 

HCM ist ebenfalls ein Gendefekt, der von einem oder beiden Elterntieren vererbt werden kann. Leider sind unsere Britisch Kurzhaar (BKH) auch von dieser Erkrankung häufig betroffen.

 

Um HCM feststellen zu können wird eine Ultraschalluntersuchung des Herzens durchgeführt. Leider kann man HCM mit Sicherheit erst nach dem 5. Lebensjahr der Katze ausschließen, da sich die Krankheit bis zu diesem Zeitpunkt ausbilden kann. Zur Sicherheit in einer Zucht sollte diese Untersuchung dennoch zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr duchrchgeführt werden. Außerdem gibt es einen Gentest um HCM festzustellen. Dieser kann entweder aus dem Blut des Tieres oder einem Wangenschleimhautabstrich durchgeführt werden.

 

Ein an HCM erkranktes Tier sollte unbedingt aus der zucht genommen werden, um diese Krankheit nicht weiter zu vererben.

 


 

 

FIP (Feline infektiöse Peritonitis):


FIP ist eine infektiöse Bauchfellentzündung, die durch den Corona-Virus entsteht. Dieser ist sehr ansteckend, kann von Tier zu Tier übertragen werden und endet erst einmal ausgebrochen in den meisten Fällen tödlich. Kitten können schon in der Gebärmutter betroffener Tiere infiziert werden. Auch der Mensch kann den Virus durch Streicheln anderer Tiere oder über seine Strassenschuhe in die Umgebung der Katze bringen.

 

FIP wird in zwei Verlaufsformen unterteilt:

 

Die „feuchte Verlaufsform“ äußert sich durch einen mit Flüssigkeit gefüllten, sehr dicken und weichen Bauch des Tieres bei schlechtem Allgemeinbefinden.

 

Die „trockene Verlaufsform“ äußert sich durch mehrere Symptome wie Erbrechen, Durchfall und starke Abmagerung des Tieres.

 

Für Tiere, die einmal an FIP erkrankt sind, gibt es keine Heilung, lediglich eine Therapie zur Linderung der Begleitsymptome und der Schmerzen. Die beste Hilfe für ein erkranktes Tier sind somit eine stressfreie Umgebung, eine gute Ernähung und vor allem Liebe vonseiten der Bezugspersonen. Trotzdem ist es ratsam, einem Tier im fortgeschrittenem Krankheitsverlauf einen letzten Freundschaftsdienst zu erweisen und es von seinen Qualen zu erlösen.

 

FIP wird durch einen Haemoccult-Test (Kot des Tieres) oder durch eine Blutabnahme festgestellt. Zudem müssen ein Befall von Parasiten oder Bakterien als mögliche Ursache ausgeschlossen werden.

 

Zur Vorbeugung der Krankheit gibt es eine Impfung, die ab der 16. Lebenswoche durchgeführt werden kann. Sie besteht aus einer Grundimmunisierung von zwei Impfungen, die im Abstand von 3 Wochen erfolgen sollten. Anschließend muss die Impfung einmal im Jahr aufgefrischt werden. Die Effektivität dieses Impfstoffes liegt nach Angaben des Herstellters bei 85%, das heißt, auch ein geimpftes Tier kann an FIP erkranken.

 


 

PKD (Polyzystische Nierenerkrankung):


Die polyzystische Nierenerkrankung ist eine Erbkrankheit, die vor allem Perserkatzen und Siamkatzen betrifft. Etwa 38% der Perserkatzen sind betroffen. Leider hat sich die Erbkrankheit auch in die Rassen übertragen, in die Perserkatzen eingekreuzt wurden Somit sind auch unsere BKH möglicherweise Träger dieser Krankheit.

 

Bei der PKD bilden sich flüssigkeitsgefüllte Zysten in den Nieren, die dann das Nierenversagen verursachen und zum Tode der Katze führen.

 

Es gibt einen Gentest für diese Krankheit. Will man sich eine Katze kaufen, sollte man darauf achten, dass beide Elternteile negativ getestet wurden. Ein verantwortungsvoller Züchter sollte nur mit negativ getesteten Tieren züchten.